Zwei IVIs sind besser als keins!

Besetzungen der zuvor leerstehenden Häuser dauern an, Verhandlungsbereitschaft auf Seiten der Besetzer*innen

In der Hohenstaufenstraße und in der Weilburgstraße starten die Besetzungen motiviert in einen neuen Tag.

Die Besetzung in der Hohenstaufenstraße verbrachte eine größtenteils ruhige Nacht mit Musik, Grill und ersten Diskussionen zur weiteren Gestaltung des Projekts. Gestört wurden sie von einem Vertreter des Eigentümers in Polizeibegleitung, der jede Verhandlung über eine Nutzung des leerstehenden Gebäudes ausschloss und die baldige Räumung ankündigte. Trotz der unklaren Lage sind die Besetzer*innen bereit über eine Zwischennutzung bis zum geplanten Abriss zu verhandeln.

“Wenn der Eigentümer uns eine Zwischennutzung in Aussicht stellt, sind wir gern bereit über die Modalitäten zu verhandeln. Wir wollen unbedingt ein neues IVI und dieses Gebäude eignet sich sehr gut”, sagte Sarah Schneider, eine Vertreterin der Besetzung.

Besetzung in der Weilburgerstraße im Belagerungszustand

In der Weilburgerstraße stellt die Polizei direkt nach Eintreffen der Besetzer*innen einen Belagerungszustand her, der bis jetzt nicht wieder aufgehoben wurde. Konkret heißt das, dass keine Menschen in das Haus gelassen werden und so auch eine Arbeit des “Büros für unloöbare Aufgaben” verhindert wird. Jegliche Versorgung mit Getränken und Nahrungsmitteln wird, teils gewaltsam, unterbunden. So wurde etwa ein*e Aktivist*in wegen des Werfens einer Wasserflasche auf den Balkon von vier Polizist*innen brutal zu Boden gebracht und festgenommen. Trotzdem gelang es solidarischen Menschen vereinzelt die Besetzer*innen mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Auch diese waren sofort mit aggressiven Polizist*innen konfrontiert. Absurd an der Situation, die bis zur Stunde anhält, ist vor allem, dass die Polizei nicht dazu in der Lage ist, die Hausbesitzer*innen zu erreichen.

Leyla Pollat, eine im Haus befindliche Besetzerin, fasste die Situation wie folgt zusammen: “Es ist eine Schweinerei, dass wir grundlos einer mittelalterlichen Belagerungssituation ausgesetzt sind, ohne dass ein Strafantrag gegen uns vorliegt. Wir fordern diesen Zustand unverzüglich zu beenden und freien Zugang zum Haus zu ermöglichen, um endlich zusammen mit unseren Freund*innen die Arbeit unseres Büros aufnehmen zu können. Ferner möchten wir mit dem*der Besitzer*in über eine Nutzungsüberlassung des seit 3 Jahren leerstehenden Hauses verhandeln.”

IVI lebt – “Theorie-Praxis-Party”

Ein Jahr nach der IVI-Räumung fehlt Frankfurt immer noch ein selbstbestimmter Raum, in dem das Konzept des IVIs “Theorie-Praxis-Party” gelebt werden kann. Nach mehreren brutalen Räumungen und Gegenwind aus dem Stadtparlament, das keine Schaffung selbstbestimmter Räume zulässt, nehmen die Besetzer*innen die Dinge mal wieder selbst in die Hand.

Die Häuser denen, die sie brauchen!

Mehr Infos: http://iviresurrection.wordpress.com/2014/04/20/kritisches-denken-braucht-und-nimmt-sich-zeit-und-raum-ein-jahr-ohne-ivi-ist-genug/

Kontakt: 0152 175 49803

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